Aufbau der Haut

Bild des Aufbaues der Haut
Quelle: Deutsche Krebshilfe

Ein Übermaß an UV-Strahlung führt in den Hautzellen zu Schädigungen des Erbgutes und auf diese Weise zur Entstehung von Krebs. Die normalerweise entstehenden geringen Schäden können von DNA-Reparatursystemen behoben werden.

Bei sehr intensiver und langer Sonneneinstrahlung mit anschließendem Sonnenbrand sind diese natürlichen Reparatursysteme des Körpers allerdings überlastet und die DNA kann nicht fehlerfrei repariert werden. Die Zellen mit derart geschädigter DNA können zu Krebszellen entarten.

Hautkrebs entsteht meistens durch die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) der Sonne. Wie Zellen sich teilen und entwickeln, wird durch das Erbgut im Zellkern gesteuert. UV-Strahlung kann dieses Erbgut beschädigen.

Ältere Menschen haben dünnere Haut als junge; Männer haben dickere Haut als Frauen.

Oberhaut

Die Oberhaut (Epidermis) ist sozusagen die äußere Verpackung des Körpers und erneuert sich ständig. In ihr findet sich ganz unten eine Lage von Basalzellen. Sie teilen sich, daraus entstehen die Stachelzellen. Diese verändern im Laufe der Zeit ihre Form immer weiter, flachen ab, ihre Zellkerne lösen sich auf, und sie werden zu Hornzellen. Die Hornzellen lösen sich regelmäßig ab, so dass sich die oberste Hautschicht alle 28 Tage erneuert.

Außerdem gibt es in der Oberhaut noch einige andere Zellen: Bindegewebs- und Muskelzellen, aber auch die Zellen, die die Schweiß- und Talgdrüsen sowie Haare formen.

Lederhaut

In der Mitte liegt die Lederhaut (Dermisoder Corium), die fest mit der Oberhaut verwachsen ist. Sie besteht aus einem dichten Netz von Bindegewebsfasern und elastischen Fasern, die dafür sorgen, dass die Haut fest und stabil und gleichzeitig dehnbar ist. Wird die Lederhaut zu stark gedehnt – wie zum Beispiel die Bauchhaut in der Schwangerschaft –, bekommt sie Risse, die sich als helle Streifen zeigen.

In der Lederhaut liegt ein Netz aus kleinen Blutgefäßen (Kapillaren); sie transportieren Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen. Lymphgefäße, Haarfollikel und Nervenfasern finden sich ebenfalls in der Lederhaut; letztere benötigen wir für den Tastsinn. Schließlich enthält die Lederhaut noch die Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen sowie eingelagerte glatte Muskulatur. Die Lederhaut ist mit der Oberhaut durch zapfenförmige Fortsätze (Papillen) verzahnt.

Unterhaut

Die Unterhaut mit Fettgewebe (Subcutis) besteht aus bindegewebigen Zügen, die sehr dünn sind und die Haut an der Oberfläche der Muskulatur befestigen. Der freie Raum zwischen den bindegewebigen Zügen ist mit Fett angefüllt, das Knochen und Gelenke wie ein Stoßdämpfer schützt. Diese Fettschicht ist das Bindeglied zwischen Muskulatur und Haut, bewahrt den Körper davor, Wärme zu verlieren, und dient als Wärmespeicher.

In der Unterhaut befinden sich auch Blutgefäße, Haarwurzeln und Nerven. Die Fettzellen produzieren zudem verschiedene Hormone, zum Beispiel durch UV-Strahlung das Vitamin D.